Was wird aus unserem Gelben Sack?

Veröffentlicht am 24.01.2017 in Allgemein
GelberSack - Gruppenbild mit Günter Knoblauch
Gelber Sack - Gruppenbild mit Günter Knoblauch

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Leider nicht in unserer "Heimatzeitung" !!

Wer von den Teilnehmern der Besichtung auf einen Bericht im Burghauser Anzeiger gewartet hat, wurde bitter entäuscht. Der Burghauser Anzeiger hat aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine Veröffentlichung des Artikels abgelehnt. Daher in aller Ausführlichkeit auf unserer Homepage

Was wird aus unserem Gelben Sack?

SPD Burghausen und Haiming auf auf Erkundungsfahrt

Noch immer sind erstaunlich viele Menschen überzeugt, dass die bei uns gesammelten Gelben Säcke voller Verpackungsmaterial stante pede in die Müllverbrennungsanlage wandern ....

. meinte Evelyn Sommer SPD Vorsitzende in Haiming, bei der Begrüßung vieler Interessierter, die der Einladung der SPD Burghausen und Haiming zu einer Besichtigung einer der modernsten Kunststoff-Sortieranlagen gefolgt waren.

Begrüßen konnte Dagmar Eschenfelder , SPD Ortsvereinsvorsitzende aus Burghausen auch MdL Günter Knoblauch, der sich besonders interessiert  für die Handhabung der Abfallwirtschaft in Bayern zeigte.

Wie tatsächlich die Sortierung vom Yogurtbecher bis zum Tetrapack funktioniert war hautnah bei der Firma Wurzer in Eitting zu erleben, wo die Gelben Säcke z.B. aus Altötting, Mühldorf, Landshut aber auch Augsburg bis in den Raum Stuttgart landen.

Besuchergruppe vor meterhohem GelbesäckebergEmpfangen wurden die Besucher von einem beeindruckenden etwa 10m hohen Berg von Gelben Säcken die nach und nach in eine riesige Halle zur Sortieranlage transportiert werden. Pro Stunde werden ca. 18 Tonnen Verpackungsmaterial rund um die Uhr sortiert.

Ca. 120 000  Tonnen Jahreskapazität hat die Anlage, die größte und modernste in Bayern.   Nur noch in Hessen, Berlin und Nordrheinwestfalen gibt es ähnlich große Betriebe.                                                                                                            Besuchergruppe vor Gelbensäckeberg  

Auf insgesamt 3 Kilometer langen Bändern, die sich kreuz und quer und hoch der Halle hinziehen, werden die Kunststoffe über Rüttler, Wurfsystemen bis zu Nah-Infrarot Systemen, Bändern mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und computergesteuerten Düsen  auseinander sortiert bis sie schließlich nahezu sortenrein zu PS, PE, PET, PP und Verpackungen aus Verbundsystemen getrennt sind.

12 Mill. Euro wurden bisher in diese technisch ausgefeilte Anlage investiert.

Bei allem technischen Know how  gäbe es auch andere kleine Probleme. So musste nicht nur die Besuchergruppe mit dem Wind kämpfen, auch leichte Plastikteile machten sich selbständig und wehten über die hohen Zäune des Werkes. Da bleibe nichts anderes übrig, so wurde berichtet, als Trupps los zu schicken, die das Plastik auf den angrenzenden Feldern einsammeln.

Null Prozent für die Müllverbrennungsanlage

Nichttrennbarer Kunst- oder Verbundstoff - Energiesubstitut für z.B. ZementwerkeSauber abgepackte Ballen jeweils gefüllt mit  PP, PS, PE, PP und PET  verlassen dann die Halle. Übrig bleibt ein relativ kleiner Rest, der stofflich nicht recycelt werden kann. Aber auch dieser Rest landet nicht in der Müllverbrennung sondern in energieintensiven Werken, wie z.B. Zementfabriken wo sie als substituierte Energie statt der Primärrohstoffe Erdöl und Erdgas Verwendung finden.

Interessant war für die Besucher auch die Frage, was mit den mit großem Aufwand sortierten Kunststoffen geschieht. Nach Auskunft des Betriebsleiters Andreas Schmid, der auch durch die Anlage geführt hatte, werden die säuberlich getrennten Kunststoffe  anschließend von anderen Firmen aufbereitet, gewaschen und kommen als Granulat für diverse Produkte aber besonders in der Bauindustrie zur Herstellung unter anderem von Putzwannen und Eimern zum Einsatz.

Nichttrennbarer Kunst- oder Verbundstoff -   

Energiesubstitut für z.B. Zementwerke

Das Problem sei, so erläuterte der Betriebsleiter, dass einmal recycelte Kunststoffe kaum ein zweites Mal wiederaufbereitet werden können.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Kunststoff Recyclingquoten könne die Firma Wurzer leicht erfüllen. Auch die für 2022 geplante Gesetzesänderung von 63% Plastikrecycling bereite keine Schwierigkeiten, im Gegenteil, man warte schon dringend darauf.

Angesichts der Plastikberge wieder mehr Anstrengung zur Müllvermeidung nötig

Auf der Rückfahrt nach Haiming wurde die Frage laut, was  denn nun bei der Besichtigung gelernt wurde. Da sei einmal die Erkenntnis welch hoher Wirtschaftsfaktor die Abfallverwertungsindustrie darstellt, welche enormen Fortschritte dass Kunststoffrecycling gemacht habe aber vor allem, dass angesichts der Plastikberge wieder mehr Anstrengungen zur Abfallvermeidung gemacht werden müsse. [ES]  Alle Bilder: Peter Sommer

 

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